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Gebäudeenergieausweis

 

 

 

Energieausweis: Pflichtangaben in Immobilieninseraten

Bestimmte Angaben aus dem Energieausweis gehören in die Immobilienanzeige des Immobilienmaklers. Das hat der Bundesgerichtshof bereits 2017 klargestellt. Geregelt war diese Informationspflicht nicht. Das ändert sich nun mit dem neuen Gebäudeenergiegesetz (GEG).

  • Immobilienmakler sind seit dem 1.11.2020 per Gesetz verpflichtet, bestimmte Angaben aus dem Energieausweis in Immobilienanzeigen zu übernehmen.

Die relevanten Angaben sind laut § 87 GEG:

  • die Art des Ausweises: Energiebedarfsausweis oder Energieverbrauchsausweis,

  • den Wert des Endenergiebedarfs oder Endenergieverbrauchs für das Gebäude, bezogen auf die Wohnfläche. Für Nichtwohngebäude ist diese Angabe für Wärme und Strom getrennt aufzuführen.

  • die wesentlichen Energieträger für die Heizung des Gebäudes,

  • bei Wohngebäuden: das im Energieausweis genannte Baujahr,

  • bei Wohngebäuden: die im Energieausweis genannte Energieeffizienzklasse (Klassen A+ bis H), falls der Energieausweis nach dem 1. Mai 2014 ausgestellt wurde.

Fehlerhafte oder unterlassene Angaben: Es droht die Abmahnung oder ein Bußgeld

Mit der Erweiterung des Adressatenkreises auf den Immobilienmakler ist auch klar, dass diesen neben einer Abmahnung wegen unvollständiger Angaben ein Bußgeld droht, wenn die Angaben nicht gemacht werden. Wir vom Immobilienmarkt Plauen weisen alle Eigentümer im Zuge der Objektaufnahme stets auf geltende Pflichten hin und fordern entsprechende Nachweis von Ihnen ein.

Liegt überhaupt ein Energieausweis vor?

Wie bisher sind die Pflichtangaben aber auch nach dem GEG nur dann erforderlich, wenn tatsächlich ein Energieausweis vorliegt. Bei Gebäuden, die nach 2008 errichtet wurden, müsste dies regelmäßig der Fall sein, da seither die Erstellung eines Energieausweises Pflicht ist. Auch bei umfangreich sanierten Gebäuden muss ein neuer Energieausweis erstellt werden, sodass sowohl beim Neubau als auch bei Modernisierungen ein Inserieren ohne Energieausweis abgemahnt werden kann und den Immobilienmakler in Erklärungsnöte bringt.

Ausnahme:

  • Liegt zum Zeitpunkt der Inseration noch kein Energieausweis vor, so kann eine Insertion dennoch vorgenommen werden, wenn hierauf in der Inseration hingewiesen wird und der Energieausweis bis spätestens zur Besichtigung dem Interessenten nachgewiesen werden kann.

  • grundsätzlich ausgenommen von Energieausweisen sind denkmalgeschützte Immobilien

Übergangsregelung bis 30.4.2021

  • Wenn ein Energieausweis für ein Bestandsgebäude beschafft wird, kann weiterhin grundsätzlich zwischen einem Verbrauchs- und einem Bedarfsausweis gewählt werden. Bei Bestandsbauten ist der Bedarfsausweis Pflicht, wenn sie weniger als fünf Wohneinheiten haben, der Bauantrag vor dem 1.11.1977 gestellt wurde und das Anforderungsniveau der Wärmeschutzverordnung 1977 (WSchV 77) nach Errichtung oder später noch nicht erreicht wurde (§ 80 Abs. 3 GEG).

  • Liegt noch kein Energieausweis vor, so kann dieser bei einem Bestandsgebäude bis zum 30.4.2021 noch aufgrund der vom GEG abgelösten Energieeinsparverordnung (EnEV) erstellt werden, was gegebenenfalls noch den Vorteil beinhaltet, dass zumindest der Verbrauchsausweis etwas günstiger ist, da die Modernisierungsempfehlungen nicht aufgrund einer Begehung oder Fotoanalyse erfolgen müssen. Der Bedarfsausweis kommt ohne einen Vor Ort-Termin in der Regel nicht aus.

Wir weisen darauf hin, dass wir in vorbenanntem Blog keine Rechtsberatung vornehmen und Sie Ihre jeweilige Verpflichtung individuell auf Ihre jeweilige Situation und Immobilie prüfen lassen müssen.

 

Ihr Maklerteam des Immobilienmarkt Plauen

Förderungen für den Einbau klimafreundlicher Heizungsanlagen

 

 

 

Förderungen für den Einbau klimafreundlicher Heizungsanlagen

Durch das in neue Gebäudeenergiegesetzt (GEG) stehen viele Hauseigentümer vor dem Austausch Ihrer vorhandenen Heizungsanlage. Wir als Maklerbüro möchten Sie über mögliche Förderungen zur Erneuerung Ihrer Heizungsanlage informieren.

Derzeitig haben Sie die Wahl zwischen einem Steuerbonus vom Finanz­amt und Fördermitteln von der staatlichen KfW-Bank oder vom Bundes­amt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kontrolle (Bafa).

1. Steuerbonus vom Finanzamt

  • Für eigengenutzte Immobilien eines mindesten zehn Jahre alten Hauses z.B. Einfamilienhaus würde sich die Steuerschuld des Eigentümers verringern.
  • Hierbei würde das Finanzamt bis zum 20 Prozent der Ausgaben verteilt auf drei Jahre von der Steuerschuld abziehen. Jedoch maximal 40.000 Euro.
  • Achtung: es genügt, wenn Sie den Antrag erst nach Abschluss der Arbeiten stellen

2. Zuschuss der Bafa (Bundes­amt für Wirt­schaft und Ausfuhr­kontrolle)

  • In einem Altbau oder Neubau fördert die Bafa den Einbau klimafreundlicher Heizungsanlagen mit bis zu 22.500 Euro
  • Der Zuschuss wird für selbstgenutzte Immobilien als auch Vermietern gewährt
  • Achtung: Sie müssen den Antrag zwingend vor Beginn der Arbeiten stellen und steht NICHT bereit, sofern bereits eine Austauschpflicht gemäß Gebäudeenergiegesetzt für Ihre Heizungsanlage besteht

3. Kredit der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau)

  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gewährt einen derzeitig zinsgünstigen Kredit (Stand November 2020) unter 1% Effektivzins in maximaler Höhe von 50.000 Euro
  • Dieser Kredit kann jedoch nicht direkt bei der KfW beantragt werden, sondern muss bei einer durchleitenden Bank (Hausbank) gestellt werden.
  • Der Kredit ist zur Sanierung einer mindestens zwei Jahre alten Heizung oder für den Kauf von Wohnraum mit erneuerter Heizung möglich
  • Achtung: der KfW Kredit ist ggf. auch mit dem Bafa Zuschuss kombinier bar

 

Wir weisen darauf hin, dass wir in vorbenanntem Blog keine Rechts-, Finanzierungs- oder Steuerberatung vornehmen und Sie Ihren jeweiligen Anspruch individuell auf Ihre jeweilige Situation und Immobilie prüfen lassen müssen.

 

Ihr Maklerteam des Immobilienmarkt Plauen